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Das Temperamentemodell

Im Volksmund spricht man in aller Regel vom südländischen- oder nordischem Temperament. Damit sind dann emotionale Zustände gemeint, die entweder eine Erregung, oder eine Gelassenheit umschreiben sollen. Oft ist auch von einem sogenannten “heißem Blut”, oder einer “stoischen Ruhe” die Rede, wenn Gefühlszustände beschrieben werden sollen. An Schulen wurde in den 70er und 80er Jahren das antike Temperamentemodell gelehrt und man war dann der Meinung, anhand dieser Klassifikationen bestimmte Persönlichkeitsstrukturen identifizieren zu können.

In der wissenschaftlichen Literatur der 50er und 60er Jahre versuchte der Psychiater Ernst Kretschmer anhand seiner Konstitutionstypologie, Charakterstrukturen in Verbindung mit dem menschlichen Körperbau zu verknüpfen und daraus die Persönlichkeit eines Menschen zu bestimmen. Der Volksmund verwendet auch die Begriffe “Choleriker” und “Phlegmatiker” um Verhaltensweisen zu stigmatisieren und sich über diese Person zu stellen. Aber was ist dran an diesen Zuweisungen? Haben diese alten Bezeichnungen überhaupt noch Gültigkeit? Was sollen diese Titulierungen aussagen? Was sagt die Fachliteratur dazu? weiterlesen